John Stewart

Mitbegründer & Verwaltungsratsvorsitzender
Im Alter von fünfzehn Jahren begegnete John zum ersten Mal asiatischer Philosophie und Spiritualität. Fasziniert von den fremden Lehren und begierig, mehr zu erfahren als seine bequeme westliche Existenz ihm anbieten konnte, verließ er sein Zuhause mit sechzehn. Sieben Jahre reiste er durch Nordamerika und Europa, um schließlich im Dschungel Nordindiens anzukommen, neugierig und unsicher, was auf ihn zukommen würde. Es war wie ein Schlag ins Gesicht, als sein Yogi-Meister ihn mit den Worten begrüßte: „Wo warst Du so lange?“ Mit dieser Begrüßung, so seltsam es klingen mag, waren alle Zweifel und Ängste restlos aus Johns Gedanken gelöscht. Dieses Ereignis spricht Bände über die tiefe Fähigkeit Johns zu Hingabe, Dienst und Liebe.

Sein erstes Jahr in Indien verbrachte John in einer Höhle am Ufer eines Flusses des Himalaya. Während dieser Zeit und in den folgenden fünfzehn Jahren lebte er nach den traditionellen Regeln der Yogis, die ihn lehrten, Werte wie Wahrhaftigkeit, Einfachheit, Liebe und den Sanatana-Dharma – die Lehre von der ewigen, unveränderlichen Bedeutung der kosmischen Ordnung – in den Mittelpunkt seines Lebens zu stellen und sich in Geduld und Disziplin zu üben. Johns instinktives Empfinden für Authentizität, das sich in der Zeit mit seinem Meister noch verfeinerte, war die entscheidende Grundlage für sein zukünftiges Leben. Nachdem er den Ashram 1993 verlassen hatte, ließ er sich für einige Jahre in Kathmandu nieder und arbeitete erfolgreich als Kunsthändler.

Seit 1977 hatte John Thailand regelmäßig besucht. Gesundheitliche Probleme führten ihn im Jahr 2000 dorthin zurück. Angezogen von der heilsamen Natur Koh Samuis blieb er vier Monate um sich zu erholen. Mit den Heilkräutern der Insel und der Hilfe Karinas, die damals bereits seine Frau war, stellte er seine Gesundheit wieder her. Während dieses Aufenthalts fand er den Ort für Kamalaya. Die Landschaft mit ihrem üppigen Grün und den faszinierenden alten Granitfelsen nahm ihn sofort gefangen. Während er durch die dschungelartige, tropische Natur wanderte, erwachte die Erinnerung an seine Jahre im Norden Indiens, eine Erinnerung die noch lebhafter und greifbarer wurde, als er eine Höhle entdeckte, die einst von buddhistischen Mönchen für Meditation und spirituellen Rückzug genutzt worden war. Eine glückliche Fügung hatte ihn und Karina zu jenem Ort geführt, an dem sie ihren Traum verwirklichen sollten.

Johns Überzeugung, dass nur nachhaltige und wertschöpfende wirtschaftliche Projekte einen kulturellen Austausch ermöglichen, war bei der Entstehung von Kamalaya der zentrale Gedanke. Vor allem aber verdankt es sich der Überzeugung, dass das wahre Glück im Geben liegt: Das Kamalaya verbindet Johns Wunsch, spirituelle Lehren auf einfach verständliche Weise weiterzugeben mit dem Bedürfnis, die heilenden Kräfte der Natur und die Freude an der Gemeinschaft mit anderen Menschen zu teilen.