Ende 2005 öffnete im Süden von Koh Samui,
Thailand, mehr als ein weiteres Luxus-
Urlaubsresort. An traumhafter Lage entstand
mit dem «Kamalaya» ein veritables
Wellness-Sanktuarium, welches die
Wellness-Bewegung auf ein höheres
Niveau größerer Nachhaltigkeit führt.
Fünfstern-Komfort inklusive
Eigentlich hätte das Wellness-Sanktuarium
Kamalaya in die Berge des Himalayas
kommen sollen. Doch als John Stewart, einer
der Mitbegründer dieses Resorts, an
die Südküste von Thailands drittgrößter
Insel, Samui, kam, kaufte er dieses Stück
Land sofort. Von einem 55 m hohen Hügel
plätschern muntere Bäche durch Palmenwäldchen
zur Lagune hinunter, und
hohe Felsen gestalten die Szene fast wie
ursprüngliche Architektur. Vom Hügel aus
öffnet sich ein atemberaubendes Panorama
über die Szenerie, das Meer und die
vorgelagerten Inselchen. Eine buddhistische
Meditationshöhle – John Stewart ist
bekennender Buddhist – setzt den spirituellen
Unterton des zu entstehenden Resorts,
und die Kombination dieser Dinge
machte es schon klar, dass hier nicht irgendein
mondänes Luxushotel entstehen
konnte, sondern ein Wellness-Resort im
Einklang mit den natürlichen Vorzügen
und in Übereinstimmung mit den Philosophien
der Gründer. «Kamalaya» (der
Name bedeutet «Lotosreich») ist Mitglied
der Healing Hotels of the World, und Heilung
ist genau das, was Besitzer und Mitarbeitende
dieses Wellness-Sanktuariums
ihren Gästen seit seiner Eröffnung im November
2005 bringen wollen.
Die Bauten ahmen weder ein typisches
thailändisches Dorf nach, noch wurde mit
viel Beton unpassend zur Umgebung viel
materieller Luxus hingeklotzt. Die Architekten schufen simplizistische, moderne
tropische Architektur, deren Wirkung unter
Zuhilfenahme der Beschaffenheit des
Terrains und der imposanten Granitblöcke
gesteigert wurde. Wo möglich, wurden
letztere selbst in die Gebäude eingeschlossen
wie in der Réception des Wellness-
Bereichs. Verschiedene Pools sehen
so natürlich aus, als wären sie immer hier
gewesen.
Das Zimmerangebot umfasst Zimmer am
Hügelabhang, Suiten und alleinstehende
Villen. Die Strandvilla verfügt über ein
privates Bassin im Freien. Alle sind sie geschmackvoll
eingerichtet mit asiatischen
Textilien und Kunstgegenständen und
verfügen natürlich auch über moderne
Annehmlichkeiten, doch stellen sie nicht
das letzte Wort ultimativen materiellen
Luxus’ dar, und dies würde man von einem
«Healing Hotel» auch nicht erwarten. Die
Werte, welche diesen Ort auszeichnen,
sind trotz Fünfsternstatus nicht in erster
Linie physisch greifbar.
Das Soma-Restaurant bietet einen atemberaubenden
Blick über den Golf von Thailand.
Das Amrita-Café besteht aus traditionellen
offenen Hütten bei Lotosteichen
und dem Pool, und für Erfrischungen und
besondere Drinks aus asiatischen Kräutermixturen
gibt es die Alchemie-Bar.
Die Fusion-Küche der Restaurants vereint
östliche und westliche Einflüsse. Natürlich
gibt es viele vegetarische Gerichte,
aber auch solche, die auf Fisch, Geflügel
und anderem Fleisch basieren. Die Kräuter
stammen vom eigenen Resort. Spezialmahlzeiten
können auf die Bedürfnisse
und Therapieprogramme der Gäste abgestimmt
werden, und viele haben eine entgiftende
Wirkung. Doch schon die «normale
» Küche ist gesund, wie es zu diesem
Ort passt.
Wer im «Kamalaya» seine Wellness-Streicheleinheiten,
Körperpeeling, und -wickel
haben will, kommt hier ebenfalls auf seine
Rechnung, wird aber das wahre Potenzial
des Ortes nicht erfahren. Die Wellness-
Philosophie des «Kamalaya» geht etwas
tiefer unter die Haut. Bei Ankunft können
die Gäste die Dienste eines Wellness-Beraters
in Anspruch nehmen und ihm ihre
Wünsche, ihre körperlichen und geistigen
Bedürfnisse kundtun. Die Gäste erhalten
eine Auswahl an Therapievorschlägen
für die vorgesehene Zeit, und gemeinsam
werden die Ziele festgelegt. Am Ende des
Aufenthaltes besprechen die Therapeuten
und die Gäste das Erreichte und erarbeiten
einen Plan, der helfen soll, bleibende
Änderungen im Alltag zu erhalten, bis der
nächste Aufenthalt im «Kamalaya» wieder
die Möglichkeit bietet, Energie zu tanken
und Heilung von einer stresserfüllten
Welt zu erlangen.
Im Vordergrund des Angebots stehen indische
Meditationstechniken und Detox-
Programme. Yoga ist sehr populär, und bekannte
Meister besuchen das «Kamalaya»
regelmäßig und halten in der Yantra-Halle
des Resorts spezielle Tagungen ab. Der holistische
Spa zeichnet sich auch durch professionelle
Behandlungen in traditioneller
chinesischer Medizin, Naturheilkunde,
Homöopathie und westlicher Heilkunde
aus, dazu gesellen sich Ernährungsberatung
und verschiedenste Programme zur
Steigerung der Lebensfreude.
Das «Kamalaya» gehört gewiss zur kleinen,
exklusiven Gruppe von neuen Spas,
welche ihren Gästen bleibende Eindrücke
vermitteln wollen, ihnen etwas schenken
wollen, das sie als (geistige) Substanz
mit nach Hause nehmen können und das
nachhallt, wenn der Urlaub schon lange
vorbei und im schlechten Fall außer ein
paar Erinnerungsfotos nichts davon übrig
geblieben ist. «Heilende Hotels» eben,
wobei die «Heilung» nicht von der Anlage
selbst ausgeht, so bezaubernd schön sie
auch gelegen sein mag und wie raffiniert
auch immer eingerichtet, doch von den
Menschen und ihrer Hingabe an die Bedürfnisse
des Gastes
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